Gedenktafel

Textvorschlag

Für die Aufstellung der Mahntafel zum Tod von Philipp Müller gibt es jetzt diesen offiziellen Textvorschlag:

Zur Erinnerung an den Tod von Philipp Müller (5.4.1931 – 11.5.1952)

Philipp Müller kam nach Essen,
um hier am 11. Mai 1952 mit Friedensbewegten aus Parteien,
Gewerkschaften, Kirchen und Nichtorganisierten an der sogenannten “Jugendkarawane” teilzunehmen und so gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik sieben Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu protestieren. Wenige Tage zuvor war aber die Demonstration von der Polizei verboten worden. Dennoch versammelten sich einige Tausende vor dem Haupteingang der Gruga. Bei dem Versuch, die Demonstrationen aufzulösen, kam es zu schweren Auseinandersetzungen, bei denen die Polizei von der Schusswaffe Gebrauch machte. Eine Kugel traf Philipp Müller tötlich. Zwei weitere Personen, Bernhard Schwarze und Albert Bretthauer, überlebten schwer verletzt.

Philipp Müller war der erste – und für lange Zeit einzige – Demonstrant in der Bundesrepublik, der durch den Schusswaffengebrauch eines Polizisten sein Leben verlor, denn die Polizei änderte nach dem tragischen Vorfall ihr Verhalten bei Demonstrationen

Kritik an diesem Vorschlag:

Die Demonstration wurde nicht “wenige Tage zuvor” verboten, sondern weniger als 24 Stunden vor Demonstrationsbeginn. Auch die Darstellung es wäre zu schweren Auseinandersetzungen gekommen lässt den Schluß zu, das von beiden Seiten Gewalt ausgegangen ist. Das war nicht der Fall.

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